
Shaden Sabouni
Shaden Sabouni ist Doktorandin am Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften der Universität Fulda. In ihrer Forschung beschäftigt sie sich mit den Auswirkungen des sozialen Wandels auf die Familiendynamiken von Geflüchteten – ein Thema, das stark durch ihre persönlichen Erfahrungen geprägt ist. Shaden kam 2017 mit ihrer Familie nach Deutschland, nachdem sie aus Syrien vertrieben worden war, entschlossen, ihr soziales und berufliches Leben neu aufzubauen. Die Herausforderungen eines Neuanfangs in einem neuen kulturellen Umfeld haben ihren Weg geprägt. Gleichzeitig ist sie überzeugt, dass Geflüchtete in der Lage sind, eine bessere Zukunft aufzubauen und aktiv zu ihrer Gestaltung beizutragen – und ihre Ziele zu verwirklichen – wenn ihnen entsprechende Chancen eröffnet werden. Diese Überzeugung führte sie im Alter von 40 Jahren zurück an die Universität, wo sie einen Master in Interkultureller Kommunikation und Europastudien erwarb.
Ihre Entscheidung, wieder zu studieren, war nicht nur eine persönliche Entscheidung sondern auch ein Schritt, um Stereotype und ‚Schubladendenken‘ über Geflüchtete zu hinterfragen. Shaden hat mit mehreren Organisationen zusammengearbeitet, die die Integration von Geflüchteten in die deutsche Gesellschaft unterstützen. Derzeit arbeitet sie als freiberufliche Kulturtrainerin für die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) mit Schwerpunkt Nahost und ist Fellow beim bicc.
Motivation für die Mitarbeit im RAB
Ihre Motivation für die Mitarbeit im Refugee Advisory Board Germany beruht auf ihren vielfältigen Erfahrungen als Geflüchtete, Mutter zweier Teenager, Wissenschaftlerin und gesellschaftlich engagierter Person. Durch ihre Arbeit ist sie mit unzähligen Geschichten von Resilienz und Erfolg in Berührung gekommen. Shaden ist überzeugt, dass Deutschland durch die Einbeziehung dieser Perspektiven in politische Prozesse bessere Voraussetzungen für Integration, Sicherheit und Harmonie schaffen kann - für die Aufnahmegesellschaft und für Geflüchtete. Sie vertritt die Auffassung, dass Vielfalt und Akzeptanz für den Aufbau einer friedlichen Gesellschaft unerlässlich sind möchte durch ihre Arbeit zu einer inklusiveren und sichereren Zukunft für alle Menschen in Deutschlands und Europas beitragen.